Was uns Knochen verraten


ArchäoNOW steht seit Kurzem nicht mehr nur für Rätselrallyes durch die Wiener Innenstadt, sondern bietet auch archäologisch/anthropologische Workshops an. Aber warum das Ganze? Die kindliche Neugierde kennt keine Grenzen und oft fehlen die Möglichkeiten, dieser Neugierde nachzugehen. Wo hat man denn die Chance, menschliche Skelette anzufassen oder eigene Medaillons herzustellen? Wir möchten den Kindern genau das bieten und haben daher unsere Workshops ins Leben gerufen! Den dieswöchigen Blogartikel möchten wir somit nutzen, um eure innere Neugierde wieder zu wecken. 

Arbeiten wie ein Archäologe/Anthropologe – der Krimi-Detektiv

Los geht's mit der Spurensuche! Fotocredit: ArchäoNOW
Los geht's mit der Spurensuche! Fotocredit: ArchäoNOW

 Was genau macht denn ein Archäologe und/oder ein Anthropologe? Genau diese Frage stellen wir den Kindern auch zu Beginn unseres Workshops. Die Antworten sind ganz unterschiedlich: viele wissen sofort, dass der Archäologe „alte“ Dinge ausgräbt, um herauszufinden, wie die Menschen früher gelebt haben. Auch, dass man Skelette findet, ist ihnen nicht unbekannt. Ab und zu mogelt sich auch die Erwartung hinzu, dass der Archäologe ebenfalls Dinoknochen findet (was natürlich nicht der Fall ist; dafür sind eigene Spezialisten aus der Paläobiologie verantwortlich).

 

Wenn die ersten Fragen geklärt sind, geht’s weiter mit den Arbeitsmethoden. Damit wir gemeinsam mit den Kindern den Täter schnappen können, müssen wir zuerst das Opfer bestimmen – denn ohne Leiche gibt’s keinen Mord, oder? 

Wer war unser Opfer? Fotocredit: ArchäoNOW
Wer war unser Opfer? Fotocredit: ArchäoNOW

Menschliche Überreste, also Knochen, können uns sehr viel verraten. Wie alt war der Mensch, als er gestorben ist? Hat er viel gearbeitet? War es ein Mann oder eine Frau? Das klingt im ersten Moment vielleicht unmöglich, aber Knochen sind sehr gesprächig, wenn man gelernt hat, ihnen zuzuhören. Und genau das erarbeiten wir gemeinsam mit den Kindern – sie lernen menschliche und tierische Knochen zu unterscheiden, bestimmen das Geschlecht unseres Mordopfers und das Alter. Natürlich werden sie zunächst eingeschult, können aber dann ihr Erlerntes direkt an echten menschlichen Knochen testen (stets unter Aufsicht). 

Könnt ihr euren Fingerabdruck bestimmen? Fotocredit: ArchäoNOW
Könnt ihr euren Fingerabdruck bestimmen? Fotocredit: ArchäoNOW

Wurde das Mordopfer bestimmt, ist es nun an der Zeit den Täter zu schnappen.

Welche Spuren hinterlässt ein Mensch am Tatort? Natürlich Fingerabdrücke! Aber wusstet ihr auch, dass wir ebenso einzigartige Zehenabdrücke haben? Aber wo hinterlassen wir eigentlich überall Fingerabdrücke? Und gibt es zwei gleiche? Zunächst bestimmen die Kinder ihre eigenen und dann müssen sie die des Täters suchen. 

 

Und nach dem ganzen „Mordsspaß“ gibt es noch ein kleines Highlight: anhand der tatkräftigen Unterstützung durch unseren Knochen-Karl könnt ihr selbstständig ein Skelett zusammensetzen.

Haben wir euch neugierig gemacht? Dann schaut doch bei uns für einen unvergesslichen Tag vorbei! Und keine Sorge, auch für die Erwachsenen gibt es gute Neuigkeiten – wir arbeiten bereits an einem Knochenleserkurs für euch! Bleibt also gespannt und weiterhin neugierig.

 

Wir freuen uns auf euch! 

Euer ArchäoNOW-Team

Kommentar schreiben

Kommentare: 0